Interview: Tommy Searle

Tommy Searle über ein Wochenende mit Höhen und Tiefen

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Tommy Searle hat in den letzten Wochen einige Höhen und Tiefen erlebt, aber gehörte immer zu den Schnellsten. Beim Grand Prix von Trentino hat er am Wochenende die Bahn wieder gefunden und im zweiten Lauf ein anständiges Rennen gezeigt. Aber es gibt noch Vieles, was er verbessern will, wie er im Interview mit MX Vicein Pietramurata verraten hat.

MX Vice: Das waren zwei komplett verschiedene Läufe für dich. Das erste Rennen war nicht so gut. Im zweiten hast du einen guten Start erwischt und vorn mitgemischt – was wir ja alle wissen, dass du das kannst. Fasst das deinen Tag zusammen?

Tommy Searle: Ja. Im ersten bin ich einfach nur durch gefahren. Ich habe nicht den besten Start erwischt, dann war ich 13., habe einen Fehler gemacht und bin gestürzt. Ich wurde 17. Da war nichts wirklich toll an diesem Rennen. Ich war nach diesem Lauf nicht glücklich. Im zweiten Rennen habe ich dann einen besseren Start erwischt. Ich habe vorn mit gekämpft. Ich muss in den ersten zwei, drei Runden noch etwas aggressiver werden, glaube ich. Wenn da Leute an mir vorbei kommen, denke ich mir immer: Der hat es aber eilig. Die geben wirklich alles.

(ConwayMX)

Manchmal bin ich da einfach noch nicht so weit. Wenn du dort startest, musst du richtig ran klotzen oder du verlierst Plätze – so ist es mir ergangen. Ich habe auf den ersten Runden viele Plätze verloren und blieb dann hängen, wo ich war. Ich war hinter [Ivo] Monticelli und das war dann halt mein Platz. Ich habe versucht, andere Linien zu fahren, um Kraft zu sparen und aber auch andere Linien zu finden, um Zeit zu sparen. Das war’s. Auf der letzten Runde hat dann [Glenn] Coldenhoff noch seinen Weg vorbei gefunden.

Da war ein zu Überrundender und ich habe an dem vorbei die falsche Linie genommen. Ich bin dem durch eine Spur gefolgt und damit kam er vorbei und am Ende war ich – glaube ich – Achter. Ich bin zufrieden damit, dass wir das Wochenende auf einer guten Note beenden konnten. Dieses Wochenende war vom ersten Training an ein Krampf, auch den ganzen gestrigen Tag durch. Wir müssen in diesen vier Wochen Pause jetzt als Team richtig hart zusammen arbeiten, das müssen wir einfach tun jetzt. Es passiert gerade einfach viel zu viel. Am Renntag ist so vieles anders und so viel passiert um uns herum. Diese vierwöchige Pause kommt für uns zu einem guten Zeitpunkt. Ich hoffe, dass wir uns als Team verbessern können.

Waren diese Spannungen schon immer ein Problem für dich? Ich glaube das nicht. Ist das dieses Jahr aber anders?

Nein, das war kein Problem. Ich fühle mich eigentlich okay. Ich versuche in der Woche viel zu arbeiten und ich fühle mich ganz in Ordnung. Ich muss vielleicht nur am Start etwas eher aufwachen und daraus einen Vorteil ziehen. Ich glaube, dass mich auf den erste Runden eine Reihe von Leuten überholt haben, die das eigentlich nicht hätten schaffen sollen. Am Ende bin ich denen dann das ganze Rennen über gefolgt, anstatt vor ihnen her zu fahren. Darauf muss ich mich in den nächsten Rennen einstellen. Ich glaube nicht, dass das für mich ein Problem ist, daran zu arbeiten und besser zu werden. Ich muss das einfach dann nur beim nächsten Rennen auf die Kette kriegen.

(ConwayMX)

Ich weiß nicht, ob ich das fragen darf, aber der Motor? Der gleiche wie in Argentinien und Matterley?

Ich weiß es nicht, um ehrlich zu sein. Wir haben viele verschiedene Teile getauscht. Im Training habe ich mit einem begonnen und im Qualifying hatte ich dann einen anderen. Ich hatte heute mit dem einen guten Start, das war nicht so schlecht. Ich möchte halt gern nur etwas mehr Konstanz, wenn ich mit dem Motorrad in die Rennen gehe. Ich glaube, dass wenn wir in den nächsten Wochen testen können, auch wenn es nur ein paar Tage sind, dann können wir zu den Rennen kommen und wissen, was wir einsetzen wollen und bleiben dann auch dabei. Wir müssen da alle nur einer Meinung sein.

Macht es denn noch Sinn, das Motorrad in der Britischen Meisterschaft zu testen? Da sind ja nicht die ganzen Leute von BOS dabei, daher ist es anders – aber trotzdem nützlich?

Ja, die Britische Meisterschaft ist immer nützlich! Ich mag die Rennen so. In der British arbeite ich mit Matt [Hutchins] von Evotech. Wir setzen natürlich die BOS-Fahrwerke ein, aber Matt macht dort viel von meinem Zeug. Es ist ein wenig anders. Er ist aber ein richtig guter Typ, darum freue ich mich auf das Rennen nächste Woche in Lyng. Ich liebe diese Strecke. Ich hoffe, dass ich dort gewinnen kann. Die Britische Meisterschaft ist immer nützlich. Es ist immer schön zu gewinnen und damit etwas Selbstvertrauen aufzubauen.

(ConwayMX)

Ehrlich gesagt hat es mich heute richtig sauer aufgestoßen, dass die Leute immer wieder fragen, ob du verletzt seist. Ich weiß verdammt noch mal nicht, was los ist. Es sind viele Gerüchte im Umlauf, daher die Frage jetzt: Fehlt dir irgendwas?

Nein. Ich fühle mich eigentlich super-gut. Nach dem ersten Rennen war ich enttäuscht, denn momentan bin ich richtig stark. Ich habe sehr hart gearbeitet. Ich fühle mich in der Woche gut auf dem Motorrad. Ich will jetzt einfach, dass alles in den Rennen mal zusammen läuft. Wir müssen als Team in der Pause richtig hart arbeiten, sodass wir, wenn ich zum Rennen komme, alle die gleiche Meinung haben.

Wir wissen, welches Fahrwerk wir einsetzen. Wir wissen, welchen Motor wir fahren. Ich will die Training komfortabel nutzen, wie sie genutzt werden sollten – als Warmup für das Rennen. Ich will nicht in jedem Training das Motorrad wechseln. Ich glaube, dass wir gestern einfach zu viele Dinge geändert und gewechselt haben und das kannst du an einem Rennwochenende einfach nicht machen. Da müssen wir ansetzen. Ich denke, dass wir das schaffen und dann in Mantova angreifen können.

Interview: Lewis Phillips | Aufmacher-Foto: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner

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