Analyse: MXGP Guide II

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Die diesjährige Frühlings-Pause zieht sich und nicht nur die Beteiligten, auch die Fans dürsten nach Action. Wir verkürzen die Wartezeit und haben uns angesehen, welche der nächsten Läufe der FIM Motocross Weltmeisterschaft 2019 ein Besuch wert sind und welche Fakten man beachten sollte. Mit dem geballten Fachwissen, gesammelt in den letzten Jahren, können wir viele Fragen beantworten.

MXGP der Lombardei

Mantova ist eine weithin bekannte Strecke, das ist klar, aber eigentlich nur, weil hier ein Saisonvorbereitendes, internationales Rennen ausgetragen wurde, ehe alle Meisterschaften anfingen. Warum auch immer war dieses Rennen nie auf der List der FIM Motocross Weltmeisterschafts-Macher. Trotzdem ist diese Strecke regelmäßig in aller Munde, sodass das jedem ein Begriff ist. Die Rennen in Mantova sind immer spannend und haben viele Zuschauer an die Piste gelockt.

(ConwayMX)

Und nun wird es dieses Jahr richtig interessant: In Mantova findet dieses Jahr die fünfte der achtzehn Saisonstationen statt – aber Lauf vier fand einen Monat davor auch schon in Italien statt. Itailen ist ein großes Land, mit vielen, motorsportverrückten Fans – also gibt es klarerweise natürlich Raum für mehrere Events. Mantova liegt aber nur rund zwei Stunden Fahrzeit von Pietramurata entfernt und damit müsste sich der Grand Prix der Lombardei aus dem gleichen Fan-Pool bedienen – und die meisten von ihnen haben schon einen großen Batzen Geld ausgegeben, um bei der vierten Saisonstation dabei zu sein. Hat man dies im Hinterkopf, darf man gespannt sein, wie sich das Event für die Promoter und Veranstalter entwickeln wird.

Davon aber abgesehen: Mantova ist eine großartige Strecke. Es gibt nicht gerade üppig Platz, mit dem man arbeiten könnte, daher sind die Zuschauerbereiche in manchen Abschnitten gnadenlos überfüllt. Das wiederrum aber kommt der Stimmung insgesamt zu Gute. Am besten fliegt man nach Verona – denn das ist nur vierzig Minuten von der Strecke entfernt. Andererseits könnte man aber auch nach Mailand fliegen, was viel günstiger ist. Ein großer Vorteil der Rennen in Italien: Man hat genügend Alternativ-Flughäfen, die meist deutlich günstiger, aber trotzdem noch in guter Reichweite zu den Pisten sind.

MXGP von Portugal

Einige Jahre lang fehlte der Grand Prix von Portugal im Kalender der FIM Motocross Weltmeisterschaft – genau genommen drei Saisons lang. Jetzt aber ist das Event im Kalender fixiert. Agueda sieht schon im TV spektakulär aus – besonders wenn die Sonne scheint. Und der orangene Boden ist einfach schon legendär. Das Event selbst hat in den letzten Jahren die Sterotype nicht wirklich erfüllt – denn das Wetter war nicht gerade das, was man von Portugal erwartet hätte. Und damit war der Boden auch immer sehr aufgeweicht. Dieses Jahr findet das Event einen Monat später statt, daher hofft man, dass das Wetter besser und wie erwartet wird – und man Gäste aus der ganzen Welt damit locken kann.

(ConwayMX)

Und wie reist man am besten aus Deutschland zum Grand Prix von Portugal? Es gibt eine Reihe von Optionen. Der Flughafen von Porto ist am nächsten an der Strecke, nur etwas über eine Stunde Fahrt weg. Allerdings gibt es nach Porto nicht viele Flüge. Daher wäre Lissabon die Alternative, das bringt dann aber mehr als zwei Stunden Fahrtzeit mit sich. Das muss dann jeder für sich selbst wissen.

Wenn man zum MXGP von Portugal nach Agueda will, würde man wahrscheinlich als Erstes nach Hotels in Agueda suchen. Macht ja auch Sinn. Die meisten Fahrer und Teams bleiben hier nicht an der Strecke, sondern haben eine Bleibe in Aveiro. Die Hotels dort sind besser und es gibt auch mehr zur Auswahl. Macht also nicht den Fehler, wie wir bei MX Vice im ersten Jahr. Dieses Rennen aber ist eines, welches man definitiv gesehen haben sollte.

MXGP von Frankreich

Man kann annehmen, dass die meisten wissen, was der MXGP von Frankreich jedes Jahr bedeutet: Fanströme pilgern an eine Naturstrecke, gelegen an einem Berg im Hinterland Frankreichs. St. Jean d’Angely wird diese Saison zum zweiten Jahr in Folge der Austragungsort in Frankreich – was komisch und eigentlich enttäuschend ist. Dort kommen immer tausende Zuschauer – egal bei welchem Wetter. Und die Strecke selbst ist ein Garant für packende Rennen. Über die Jahre hinweg wurde hier immer wieder Geschichte geschrieben – und man kann auch erstklassig zuschauen.

(ConwayMX)

Ist die Strecke einfach zu erreichen? Naja, wir sind in Frankreich. Wie schwierig kann es also wirklich sein? Von Calais aus fährt man zum Beispiel sieben Stunden. Das schreckt natürlich ab, macht solch ein Wochenende aber auch günstiger und einfacher zu erreichen. Trotzdem gibt es auch einige Flughäfen in der Nähe: Angouleme, La Rochelle und Bordeaux liegen alle nur rund zwei Stunden entfernt. Allerdings kann es sich als schwierig erweisen, hier Flüge hin zu bekommen. Die machbarste Variante ist hier noch Nantes und der Flughafen liegt nur rund zwei Stunden von der Strecke weg. Wichtig ist, dass man hier all die vielen, verschiedenen Optionen im Blick behält.

Über Hotels kann man das gleiche leider nicht sagen. Daher sollte man tatsächlich Campen in Erwägung ziehen. Es überrascht nicht, dass derlei natürliche und historische Rennstrecken oft auch Abenteuer mit sich bringen und oft sind das auch die Gründe, dass sich die Promoter neue Strecken suchen. Eine unendliche Debatte und Diskussion, die wir hier nicht vertiefen wollen. Trotzdem gibt es auch hier Hotels nahe der Strecke. Die sind aber nicht leicht zu finden und außerdem auch um diese Jahreszeit vermutlich ausgebucht. Und trotzdem dürfte es noch einfacher sein, hier etwas zu finden, als wenn der MXGP von Frankreich in Ernee ausgetragen werden würde.

MXGP von Russland

Der MXGP von Russland ist ein Lauf der FIM Motocross Weltmeisterschaft, bei dem wohl jeder Fan einmal gern dabei wäre. Allerdings ist es hier etwas schwieriger, her zu kommen – je nachdem, welcher Nation man angehört. Normalerweise braucht man ein Visum. Das bedeutet, dass man wenigstens eine Woche auf seinen Reisepass verzichten können muss. Es müssen einige Formulare und Schriftkram erledigt werden, um die Einreisegenehmigung nach Russland zu erhalten. Das zieht natürlich auch einiges an Kosten nach sich. Dafür sind die Flüge überraschenderweise günstig.

(ConwayMX)

Die Strecke selbst auf der Landkarte zu finden, erweist sich schon als schwierig – aber es lohnt sich. Orlyonok liegt am Schwarzen Meer – und hier entstehen unglaublich atemberaubende Fotos. Auch hat das zur Folge, dass in unmittelbarer Nähe einige richtig gute Hotels zu finden sind. Lermontovo und Novomikhaylovsky zum Beispiel liegen nur 15 Minuten von der Strecke entfernt. Krasnodar wäre der Flughafen, den man anvisieren sollte. Eigentlich gibt es da auch keine Alternativen. Maximal noch Sochi oder Anapa, die beide auch nicht allzu weit weg sind.

Russland hat für viele Fans etwas mythisches und faszinierendes und solltet ihr dieses Jahr den MXGP dort anpeilen, ist es noch nicht zu spät, um alle Dokumente zusammenzubekommen. Allerdings sollte man sich dabei sputen und immer die Zeit im Blick behalten. Und mal ehrlich: Russland von der Liste der besuchten Länder abzuhaken allein ist schon Verlockung genug!

Text: Lewis Phillips | Fotos: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner 

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