Vorschau: MXGP der Lombardei

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Es ist die fünfte Saisonstation der FIM Motocross Weltmeisterschaft 2019 – und trotzdem fühlt es sich an wie das erste Rennen des Jahres. Fünf lange Wochen war Pause, es fühlte sich fast wie Winterpause an. Daher scharren nun Fahrer und Fans mit den Hufen, dass es endlich wieder weiter geht. Diesem Wunsch wird statt gegeben und an den nächsten beiden Tagen geht es wieder rund.

Dieser Grand Prix fühlt sich nicht nur wie der erste des Jahres an, sondern ähnelt dem Saisonauftakt auch in vielen Punkten – gerade, weil viele Fragen offen sind. Das Duell zwischen Antonio Cairoli und Tim Gajser ist noch lange nicht geschlagen: Letzter hat vor der Pause zu neuen Höhenflügen angesetzt und jetzt kommt eine Strecke, auf der er nahezu immer gut abgeschnitten hat – aber auch schon eine Menge Pech hatte. In fünf Wochen hat sich logischerweise viel getan – und wir erklären euch, was. Werden wir einen viel besseren Cairoli sehen – oder einen noch stärkeren Gajser? Es ist leicht gesagt, dass alle Fahrer in der Zeit besser geworden sind – gleichzeitig wäre das aber auch naiv.

(ConwayMX)

Auch naiv wäre es zu glauben, dass die Fights, die wir vor drei Jahren auf dieser Strecke gesehen haben, eine Neuauflage finden werden. Da wären so viele Dinge zu beachten und die passieren müssten. Beide Fahrer müssten beim Start vorn sein – ähnlich wie beim Grand Prix von Trentino. Mantova hat einen ähnlichen Charakter wie Pietramurata – beide Strecken sind eng und auf beiden ist es relativ schwer, zu überholen. Aber natürlich: Die Fans wollen enge Kämpfe sehen und der Spannung in der Weltmeisterschaft würde das sicher auch keinen Abbruch tun.

Wenn Antonio Cairoli dominiert, ist der Sieg von Tim Gajser beim Grand Prix von Trentino ein One-hit-Wonder und Cairoli wieder der unumstrittene Titelfavorit. Wenn aber Gajser gewinnt, werden die Sorgen im Red Bull KTM Lager sicher wachsen. Und egal, wie das diese Woche ausgeht: Es wird die Spannung für Portugal eine Woche danach nur steigern. Gajser sollte hier – gemessen an seinen Leistungen in den Vorjahren – stark sein, allerdings hat ihm Agueda noch nie richtig gelegen.

(ConwayMX)

Für Tim Gajser wäre es daher das bessere Statement, wenn er nächste Woche gewinnt – denn damit würde er unterstreichen, dass er wirklich in der Weltspitze angekommen ist und auf jedem Untergrund gewinnen kann. Das alles über einen Ex-Weltmeister zu sagen, der schon unzählige Grands Prix gewonnen hat, mag respektlos erscheinen, aber Gajser befindet sich insgesamt noch im Aufbau. Er hat viele Meilensteine erreicht und jetzt auch wieder einen Grand Prix gewonnen, daher sollte man ihn jetzt auch nicht wie damals in 2017 behandeln und ansehen. Wenn er die fünfte Saisonstation der FIM Motocross Weltmeisterschaft 2019 gewinnt, wäre das sicher eine große Hilfe für ihn.

Ein weiteres Element, welches in Mantova das Zünglein an der Waage spielen könnte, ist das Wetter. Zum Fahrerlageraufbau am Freitag schien die Sonne, aber für Samstagnachmittag sind Gewitter-Stürme und Regenschauer angesagt, die die Nacht über anhalten sollen. Damit würde die Strecke von Sand- zu Schlamm-Piste. In der Königsklasse gibt es derzeit keinen ausgewiesenen Schlamm-Spezialisten – und das ist in der MX2 nicht anders.

Text: Lewis Phillips | Fotos: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner

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