Aus der Sicht von: Tommy Searle

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Tommy Searles Ergebnisse bei der sechsten Saisonstation der FIM Motocross Weltmeisterschaft 2019 spiegeln nicht wirklich die Fortschritte dar, die an jenem Wochenende erreicht werden konnte. Searle ist nun fast annähernd zufrieden mit seinem Motorrad, was einen großen Sprung nach vorn bedeuten würde. Damit hat er das BOS Factory Team zusätzlich motiviert. Im MX Vice Interview spricht der Kawasaki-Pilot über den aktuellen stand.

MX Vice: Es sah wie ein gutes Wochenende aus – aber was ist da im letzten Rennen passiert? Du bist von 15 auf 24 zurückgefallen – was war los?

Tommy Searle:Ein paar Runden vor Schluss habe ich gemerkt, dass die Kupplung langsam etwas anfängt zu rutschen und dann war sie auf ein mal ganz weg. Das war unser Problem auf der letzten Runde und ich konnte das Rennen nicht beenden. Am Anfang lief das Wochenende besser. Wir haben die Abstimmung so geändert, wie ich das wollte und dann hat sich das Motorrad von Beginn weg besser angefühlt. Ich bin echt froh, dass wir jetzt ein Motorrad haben, mit dem ich angreifen kann. Ich fühle mich viel wohler und ich kann wieder etwas Vertrauen aufbauen. Dieses Wochenende war echt großartig.

(ConwayMX)

Gestern war ich Zehnter und dann im ersten Rennen 16. Dann war ich 14., bis die Kupplung zwei Runden vor Schluss anfing, Probleme zu machen. Ich habe versucht, das Motorrad ins Ziel zu bringen, denn ich dachte sie rutscht nur ein bisschen und ich schaffe es ins Ziel, kein Problem. Aber plötzlich war sie dann ganz weg und das war enttäuschend. Insgesamt war das Wochenende aber um einiges besser als was wir bisher hatten und ich bin jetzt glücklich mit dem Motorrad. Das Team hat bei der Abstimmung einen guten Job gemacht, mit dem, was wir jetzt wieder im Bike haben. Ich kann jetzt nach vorne schauen und bin optimistisch, muss jetzt Vertrauen sammeln und freue mich auf Frankreich.

Gehst du hart mit der Kupplung um? War das ein Bediener-Fehler oder ist da drin etwas kaputt gegangen?

Ich kann es dir noch nicht einmal sagen. Diese Strecke ist normalerweise nicht so anspruchsvoll für die Kupplung. Letzte Woche hatten wir ein richtig schlammiges Rennen. Wir hatten auch schlammige Rennen in FatCat und Valkenswaard, wo es auch richtig sandig ist und ich war vielleicht etwas zu hart zur Kupplung – aber dort hatten wir überhaupt keine Probleme. Ich hatte das ganze Jahr noch keine Probleme mit der Kupplung, das ist jetzt einfach etwas komisch. Aber das Team wird herausfinden, woran es gelegen hat.

Hattest du dann jetzt das Fahrwerk vom zweiten Lauf aus Canada Heights drin? Habt ihr am Wochenende noch vieles geändert?

Nein, das Fahrwerk hat von Anfang an gepasst. Wir haben jene Gabeln und das Federbein genommen und noch ein paar andere Einstellungen übernommen. Ein paar Anpassungen noch an den Innereien, aber das wars und ich war das ganze Wochenende über happy mit dem Fahrwerk. Da haben wir nicht mehr viel geändert, nur hier und da ein paar Klicks. Ich bin zufrieden mit dem Fahrwerk und das ist für mich etwas richtig Positives.

(ConwayMX)

Da du jetzt mit dem Fahrwerk zufrieden bist – geht dann jetzt deine Saison so richtig los? Kannst du jetzt auf alles aufbauen?

Ja, nun, ich war ja anfangs der Saison auch schon zufrieden. Wir haben richtig gut starten können. Ich denke, dass wir dann nur bei ein paar Rennen in die falsche Richtung gegangen sind und jetzt haben wir wieder den korrekten Weg eingeschlagen. Jetzt können wir aufbauen. Das Ergebnis war nicht spektakulär, aber ich merke, dass ich jetzt hart arbeiten kann und muss. Es sind noch eine ganze Menge Rennen zu fahren und ich muss jetzt Ergebnisse liefern. Ich freue mich darauf und hoffe, dass es jetzt wirklich los geht, dass ich angreifen und Resultate sprechen lassen kann.

Du sprichst die ersten Rennen an: In Argentinien hast du gesagt du hast einen Stock-Motor. Ist das immer noch so oder habt ihr da etwas entwickeln können?

Nein, wir haben immer noch den Standard-Motor aber mit dem habe ich auch keine Probleme. Das ist momentan für uns die beste Lösung. Wir haben andere Dinge probiert und die haben uns schneller gemacht. Insgesamt bin ich einfach mehr als zufrieden mit dem Standard-Motor von Kawasaki. Ich glaube da haben sie einen guten Job gemacht. Ich kann nichts Schlechtes sagen. Meine Starts waren sehr gut. Ich hatte gestern im Heat-Rennen von außen einen richtig guten Start. Ich hatte auch im ersten Rennen einen guten Start – nur halt eine schlechte erste Runde. Meine Starts haben alle gepasst und da brauchen wir über den Motor nicht zu diskutieren. Der Motor ist top, das Fahrwerk ist jetzt besser – jetzt habe ich keine Ausreden mehr. Ich muss Ergebnisse liefern.

Interview: Lewis Phillips | Fotos: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner

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