Interview: Romain Febvre

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MX Vice Podcasts: MXGP von Lettland

Romain Febvre ist seit einem Monat wieder in der FIM Motocross Weltmeisterschaft 2019 dabei und die Fortschritte sind immens. Es scheint, dass er kurz vor seinem ersten GP-Sieg seit über drei Jahren steht. Beim Grand Prix von Lettland stand er so knapp es nur geht davor – doch am Ende wurde er punktgleich mit dem Sieger Zweiter.

MX Vice: Fast gewonnen dieses Wochenende. Im ersten Lauf hattest du klar den Speed, im zweiten auch, besonders am Ende. Punktgleich. Du kommst näher, alles gute Entwicklungen.

Romain Febvre: Das stimmt, der Speed war dieses Wochenende da. Im ersten Lauf bin ich gut gestartet und habe die ersten zehn Minuten richtig hart gepusht. Aber ich habe dann Arm-Pump bekommen, musste mich mit vier begnügen und konnte nicht attackieren und nicht meine Pace fahren. Ich hielt Platz vier, was gut ist, aber ich glaube, dass ich wenigstens hätte Dritter werden können. Im zweiten Lauf ging es mit meinen Armen besser – wie immer im zweiten Rennen.

(ConwayMX)

Mein Start war nicht so gut, aber ich habe ein paar gute Manöver und erste Runden gefahren. Am Ende ging es richtig vorwärts, denn ich wusste, dass ich an meinem Teamkollegen vorbei muss, um auf das Podest zu kommen. Ich wollte das unbedingt, denn Gajser war direkt vor mir und dann habe ich gerechnet. Ich hatte gehofft, ich gewinne, aber dann waren wir alle drei punktgleich. Das ist schon ein wenig enttäuschend.

Gibt es einen Grund, dass du im zweiten Lauf etwas gebraucht hast, um in Schwung zu kommen?

Anfang des ersten Laufes ist es gut gelaufen, aber nach zehn Minuten hatte ich eine wahre Schrecksekunde. Auch Armpump, aber der war dieses Mal nicht so schlimm. Ich konnte hinter Van Horebeek keine guten Linien fahren und habe die gewechselt. Ich habe keine Fehler gemacht und dann aufgeholt. Im zweiten Lauf bin ich glücklich darüber, wie ich gefahren bin, aber es hätte im ersten Lauf etwas besser sein können.

(ConwayMX)

Alle sagen die Strecke war dieses Wochenende grenzwertig. Was denkst du darüber? Die MX2-Jungs sagen, es war wie Speedway…

Besonders gestern. Gestern war richtig schlimm und gefährlich. Schnell, aber auch Quer-Wellen. Es gab nur wenig Sand darüber. Gestern war es richtig gefährlich, da bin ich lock angegangen und wusste da schon, dass es heute auch wieder so werden könnte. Heute war die Strecke viel besser präpariert, weicher. Für die 250er war es sicher schnell, weil die Piste an vielen Stellen geebnet wurde – das macht richtig schnell. Für uns war es nicht so schlimm, ich glaube es war gut. An manchen Stellen tricky, aber insgesamt gut.

Ich glaube, dass du gerade so gut fährst, wie seit deiner Bewusstlosigkeit von Matterley Basin 2016 nicht mehr. Vielleicht nicht Ergebnistechnisch, aber einfach, wenn man dir zu schaut. Stimmst du dem zu?

Ja. Es ist lange her, dass ich auf dem Level gefahren bin. 2018 war nicht schlecht, aber mir fehlte der Speed, der hat für vorn nicht gereicht, selbst wenn ich gut gestartet bin. Daran habe ich letzten Winter gearbeitet. Dieses Jahr habe ich bei allen MXGPs, bei denen ich dabei war, schon im ersten Training gute Zeiten gefahren – das bedeutet, ich habe den Speed. Körperlich geht es mir nach meiner Verletzung auch Woche für Woche besser. Wenn ich im ersten Rennen besser werde und das mit dem Arm-Pump abstellen kann, wäre das noch mal eine große Hilfe. Daran arbeiten wir und geben alles, was wir können. Das ist aber nicht so einfach, dieses Problem zu lösen.

Wie viel fehlt dir noch zu 100%?

Wenn ich das Arm-Pump raus nehme nicht mehr viel. Das kam, nachdem ich so viel nicht fahren konnte nach meiner Verletzung. Mein Fuß macht mir keine großen Probleme. Wenn wir im ersten Lauf das Arm-Pump in den Griff bekommen, bin ich bei vielleicht 90 Prozent.

Interview: Lewis Phillips | Fotos: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner

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