Interview: Jorge Prado

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Auch in Deutschland war der MX2-WM-Leader und Weltmeister Jorge Prado nicht zu stoppen. Mit einem weiteren Sieg baute er seine Führung auf 44 Zähler Vorsprung aus. Das hatte er nach Teutschenthal im Exklusiv-Interview mit MX Vicezu sagen.

MX Vice: Wieder 1-1. Du hast wieder sechs Punkte mehr Vorsprung erarbeitet. Langsam wird’s langweilig, wenn das jedes Wochenende so weiter geht!

Jorge Prado:Jedes Wochenende ist schwierig, besonders dieses Wochenende. Am Samstag habe ich mich nicht wohl gefühlt beim Fahren, aber heute habe ich mich auf gutes Fahren konzentriert. Im erste Lauf war das ok, der zweite war noch besser. Ein anständiges Wochenende. Sehr gut aber, dass ich beide Rennen gewinnen konnte – und dass mir von Samstag zu Sonntag Fortschritte gelungen sind.

(ConwayMX)

Samstags liegst du meist etwas zurück. Spielst du da irgendwelche Spiele oder steckt da eine Strategie dahinter?

Nein, ehrlich nicht. Ich weiß nicht, was dieses Mal im freien Training los war. Ich habe eine Runde gepusht, es war aber auch sehr schlammig. Über die Ziellinie bin ich gar nicht gesprungen. Ich war sehr vorsichtig, denn es war schlammig und nur das freie Training. Ich habe mir Zeit gelassen und im Qualifying angezogen.

Hast du dieses Wochenende Fehler gemacht?

Am Samstag im Qualifying-Rennen drei Mal. Heute nur einen kleinen. Ich bin mal mit der Hand abgerutscht, ich weiß nicht warum. Ich bin mit nur einer Hand am Lenker gesprungen. Aber ansonsten – keine Fehler! Ich bin vorsichtig gefahren.

(ConwayMX)

In Lettland warst du zuletzt nicht zufrieden damit, wie die Strecke vorbereitet war. Darüber wird diese Saison viel gesprochen. Was denkst du von Deutschland?

Im Sand sollten klar die Rampen, Absprünge und Landungen präpariert werden. Vielleicht auch die Waschbretter. Das sind die Dinge, die ordentlich sein müssen, wenn wir auf die Strecke kommen, denn sonst ist das gefährlich. Sicherheit muss an erster Stelle stehen. Der Rest der Strecke sollte zerfurcht bleiben, besonders im Sand. Wenn du im Sand keine Wellen hast, macht das ja keinen Sinn. Die Strecke heute war relativ hart.

Sie haben einen guten Job gemacht. Es war tief zerfurcht und wir hatten tiefe Linien. Motocross muss einfach jedes Wochenende anders sein und das war es diese Woche. Ich glaube das war das erste Mal diese Saison, dass die Strecke einen körperlich richtig gefordert hat, mit all den Furchen und Spurrillen.

Wie zufrieden bist du insgesamt? Irgendetwas, an dem du arbeiten musst?

Dieses Wochenende habe ich mich nicht hundertprozentig wohl gefühlt. Da habe ich gemerkt, dass ich besser werden muss. Ich kann an mir selbst arbeiten und am Motorrad – einfach überall. Besonders an mir, denn ich bin der, der auf dem Motorrad sitzt. Ich muss einfach noch etwas mehr Kraft aufbauen. Wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen nur weiter arbeiten.

(ConwayMX)

Manche Leute glauben noch immer, dass du bei Hitze – wie als nächstes in Indonesien – Probleme bekommen wirst. Aber sowas ist lange her – sollten diese Geschichten nicht der Vergangenheit angehören?

Ich wusste gar nicht, dass da noch drüber gesprochen wird, denn letztes Jahr habe ich alle Hitze-Rennen gewonnen. Die Hitze setzt allen Fahrern zu, manche können das besser ab, als andere. Du musst bereit sein, zu leiden. In diesen Rennen sieht man auch, wer körperlich stark ist. Alles kann passieren.

Die Rennen in Indonesien sind etwas Besonderes. Das sind zwei Rennen im Jahr, die ich mir im Kalender ankreuze, um hin zu fahren und in einem Stück wieder zurück zu kommen, denn du bist dort so weit weg von allem und willst da einfach nicht stürzen. Dort versuche ich, es safe anzugehen und trotzdem mein Bestes zu geben.

Interview: Lewis Phillips | Fotos: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner

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