Interview: Romain Febvre

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Romain Febvre kratzt erstmals seit Juni 2016 an einem Grand-Prix-Sieg, allerdings ist ihm ein ebensolcher bislang durch Pech und schlecht getimte Fehler verwehrt geblieben. Auch in Asien sah das am Wochenende so aus. MX Vicesprach exklusiv mit ihm.

MX Vice: Nach gestern haben wir gedacht, dass du deinen ersten GP-Sieg seit 2016 holen kannst. Wir haben daran geglaubt – und dann hattest du dieses verdammte Pech! Ein Tag, an dem irgendwie alles schief geht…

Romain Febvre: Ja, gestern war ziemlich gut, heute nicht. Ich hatte einen kleinen Sturz und habe mir den Lenker so schlimm verbogen, dass ich nicht weiter fahren konnte. Ich bin an die Box und es hätte keinen Sinn gemacht. Im zweiten Lauf hatte ich einen richtig guten Start, machte aber in der ersten Kurve einen Fehler. Ich war vorn und bin auf zehn oder zwölf abgerutscht. Irgendwie so. Dann habe ich mich noch auf Fünf vorgekämpft. Sicher hatte ich mir nach gestern mehr ausgerechnet, aber manchmal hast du einfach Pech. Den Fehler werde ich mir genau anschauen.

Beim Sturz hast du den Lenker richtig verbogen. Das geht schnell, aber die waren richtig krumm. Wie ist es dazu gekommen?

Da habe ich nicht viel zu sagen: Das Hinterrad kam rum und dann weiß ich nicht mehr. Das Motorrad lag auf dem Boden und war richtig, richtig verbogen. Ich wollte so weiter fahren, aber es war zu verbogen. Bei dem Speed, den wir hier fahren, war es nicht möglich.

Hast du an Maggiora 2015 gedacht? Als dir das ähnlich so passiert ist?

Ja. Als ich das Motorrad sah habe ich mir gedacht: Ich kann weiter fahren. Nur vom ansehen war es nicht so schlimm. Aber beim Fahren ging es nicht. Wenn es ein Schlamm-Rennen gewesen wäre vielleicht, aber so war es zu verbogen.

Du fährst dieses Jahr auf einem richtig hohen Level, hast nach letzter Saison noch mal angezogen und es scheint, dass du wieder um MXGP-Siege mitreden kannst. Wie frustrierend ist es, dass das noch nicht geklappt hat?

Nun, ich will mir selbst auch nicht allzu viel Druck machen. Samstag habe ich mich gut gefühlt und das Qualifying-Rennen locker gewonnen. Ich wollte aus meinen Fehlern lernen. Ich bin ruhig geblieben, das ist nicht das Problem. Wenn Gott nicht will, dann will er nicht. Ich versuche es. Es sind nie die gleichen Stürze oder Fehler, die ich mache. Ich gebe jedes Mal alles und hoffe, dass es sich auszahlt. Der Speed ist da.

Dieses Jahr ist mir im Winter ein richtig guter Schritt gelungen, was mein Tempo und alles angeht. Das ist noch da. Sicher will ich gewinnen, das ist das Ziel. Jetzt versuche ich das in Loket. Dieses Wochenende bin ich auch happy, denn auch wenn meine Ergebnisse nicht so gut waren, bin ich unverletzt geblieben.

Sprechen wir über die Strecke: In Indonesien ist es schwer, gute Pisten zu finden. Gehört diese hier in den Kalender der MXGP?

Ja, die Streckenführung ist perfekt. Der Boden – ist dagegen richtig schlimm. Ich weiß nicht, was sie tun können, ich glaube nicht allzu viel. Letztes Wochenende war es besser. Aber wir sind auch erst das zweite Mal hier. Letztes Jahr war es am Ende auch so, dieses Jahr aber noch schlimmer, würde ich sagen. Ich hoffe, dass ein paar Stellen geändert werden oder dass man etwas finden kann. Aber ich glaube so viel bleibt da nicht.

Dein Vertrag steht, da kannst du nicht viel sagen, richtig? Kein Druck und du brauchst dir keine Sorgen machen?

Richtig, mein Vertrag steht und das ist es, was ich wollte und mit der Entscheidung bin ich richtig zufrieden. Das ist ein spannender Start. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Text: Lewis Phillips | Fotos: Ray Archer | Übersetzung: Toni Börner

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