Interview: Arnaud Tonus

· 3 Lesedauer
Die Alpinestars-Kollektion 2020 – jetzt auf 24MX!
Folge @MXVice auf Instagram.

Arnaud Tonus ist in Asien am Wochenende wieder auf ein Grand-Prix-Podest gefahren – zum sechsten Mal in dieser Saison. Tonus ist heißer Favorit auf einen Platz im Yamaha-Team für 2020 und eine Vertragsverlängerung.

MX Vice: Endlich wieder ein Podest, zweiter Tagesrang! Letztes Wochenende gab es einen kleinen Rückschlag, darum war es wahrscheinlich wichtig, jetzt einfach zurück zu schlagen?

Arnaud Tonus: Ja genau. Es ist super-gut nach einem schwierigen Wochenende und dann noch einem schweren Sonntag zurückzuschlagen. Auf dieser Strecke hier habe ich lange gebraucht, ein Gefühl zu finden. Wir haben am Motorrad ziemlich viel umgestellt und im Warmup lief es um einiges besser. Es ist gut, mit deinem Team Lösungen zu finden, wenn es nicht so gut läuft.

(Ray Archer)

Es war beeindruckend, wie du in jedem Rennen weiter vor gekommen bist. Die anderen haben nicht so viele Fortschritte gemacht. Hattest du etwas Besonderes oder warst du auch überrascht?

Nein, ich glaube ich habe einfach akzeptiert, dass es einen schnellen Weg nach vorn nicht gibt und ich das Schritt für Schritt aufbauen muss. Es kam auf Details an, das war der Knackpunt, nichts überstürzen. Im zweiten Lauf habe ich es überstürzt und kam von der Strecke ab und habe eine Position an Pauls verloren. Ich musste zurückkämpfen. Es war schwer, da eine Balance zu finden.

Hat das mit deinem Mental-Training zu tun? Nichts überstürzen, mehr überlegen, Zeit lassen?

Ja das stimmt. Ich denke sehr viel nach. Selbst über kleine Dinge. Ich versuche mich jedes Wochenende anzupassen. Dieses Wochenende war ganz besonders. So ein gutes Setup hatte ich am Motorrad noch nie. Das war weit weg von dem, was wir sonst nutzen, da ist das Podest richtig cool.

(Ray Archer)

Du warst das erste Mal hier. Hast du dir es letztes Jahr im TV angeschaut? War es wie erwartet? Besser oder schlechter?

Nein, so habe ich es nicht erwartet. Ich habe mich auf dem Podest mit Tim Gajser unterhalten und er sagte, dass es rutschiger als letztes Jahr war. Ich weiß nicht, ob letztes Jahr die Indonesische Meisterschaft dabei war oder nicht. Aber bei so vielen Fahrern ist der Boden einfach richtig hart gefahren worden. Es war einfach knochen-hart und wie auf Eis, schwer zu fahren.

Schwerer Samstag hier, letzte Woche und auch in Deutschland… Gibt es da einen Grund? Bist du einer, der im Qualifying experimentiert?

Eigentlich nicht. In Deutschland war es ein schwieriges Rennen, aber meine Zeiten waren gut. Gestern habe ich im Training hart gepusht, aber nichts gefunden… ich war zweieinhalb Sekunden zurück. Das war ziemlich weit weg. Das war den ganzen Tag so. In Deutschland bin ich im Quali-Rennen gestürzt und noch 14. geworden, da hat die Pace gepasst. Das war diese Woche anders. Ich musste mit dem Motorrad in eine ganz andere Richtung gehen…

(Ray Archer)

Letztes Wochenende hattest du einen ersten Tiefschlag in einer Reihe von guten Ergebnissen. Die Frage war, ob du hier zurückschlagen kannst. Ging dir das genau so?

Natürlich, wenn du einen Lauf hast, denkst du über sowas nicht nach. Von einem Nuller zurückzuschlagen ist nicht einfach. Zweiter in der Tageswertung ist aber noch besser, damit bin ich zufrieden. Wir halten im Team in schweren Zeiten zusammen, das ist wichtig.

Alle haben die Woche irgendwie abgehangen, manche auf Bali, viele mit Urlaubsflair. Du warst in Singapur…

Das war eigentlich gar nicht meine Idee, sondern die von Louis Vosters. Das ganze Team war dort. Das war ein Geschenk für das Team, für die starke Saison bisher. Wir waren im besten Hotel von Singapur, dem höchsten Punkt der Welt mit über 200 Metern, in diesem Pool. Das war unglaublich. Das ganze Team war da und wir haben es genossen. Das war ein Geschenk für uns alle.

(Ray Archer)

Freust du dich auf zuhause?

Ja! Ich war nicht bereit, mich auf die Bedingungen hier einzustellen, besonders mit dem Essen und der Hitze. Singapur war toll, das Essen dort war eher europäisch und ich konnte mich erholen. In Indonesien kannst du Hühnchen und Reis essen, aber irgendwie ist es nicht dasselbe. Ich freue mich auf zuhause, meine Familie und Marie.

Text: Lewis Phillips | Fotos: Ray Archer | Übersetzung: Toni Börner

Wir benutzen Cookies! Mit dem Nutzen dieser Website, erklären Sie sich mit unseren Cookies einverstanden!
Mehr
Fantasy MX Manager
Play & Win Prizes!