Glenn Coldenhoff: Nicht damit gerechnet

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Von Glenn Coldenhoff hatten die Experten dieses Jahr erwartet, dass er regelmäßig um Grand-Prix-Siege fährt – aber der „Durchmarsch“ von Imola war tatsächlich erst sein dritter GP-Sieg.

MX Vice: Keine Probleme dieses Wochenende: Dominante Läufe mit 1-1. Du hast vollstreckt.

Glenn Coldenhoff: Es war ein absolut unglaubliches Wochenende. Samstag habe ich mich schon gut gefühlt und ich wusste, dass ich das Tempo gehen und gewinnen kann – auch weil es bei Tim Gajser um den Titel ging und er ein paar Fehler machte. Sonntag waren meine Starts richtig gut und es war unglaublich. Das letzte Mal, dass ich zwei Läufe gewonnen habe, war beim Nations. Der Vorsprung zum Dritten war größer, aber auch, weil die MXGP durch hängt, weil drei der Top-Jungs fehlen – aber auch das gehört zu diesem Sport.

(Ray Archer)

War es am Ende der Rennen schwer, die Konzentration zu halten?

Ja. Im ersten Rennen war ich nervös und ich habe gekuckt, was die hinter mir machen. Ich konnte es kontrollieren, war dann aber etwas müde. Ich machte ein paar Fehler und Seewer kam ran. Ich habe es nur ins Ziel gerettet. Das zweite Rennen war von mir definitiv besser.

Irgendwann in Schwierigkeiten gewesen?

Nein, gar nicht. Im zweiten Rennen nicht. Im ersten Lauf habe ich ein paar Fehler gemacht – Beine nicht durch gestreckt und dann war es ein paar Mal eng. Das zweite Rennen war komplett ohne Fehler – definitiv ein guter Lauf!

(Ray Archer)

Als Niederländer seid ihr gut im Sand oder auf hartem Boden. Eigentlich ist das hier keine Glenn Coldenhoff-Strecke… Wo hat es klick gemacht?

Ich weiß es nicht und eigentlich mag ich diese Strecke und diesen Boden auch nicht. Es war leichter als gedacht. Ich weiß nicht, was passiert ist – ich habe mich einfach gut gefühlt. Die Änderungen von Lommel am Motorrad haben hier auch funktioniert.

Wie war die Strecke im Vergleich zum Vorjahr?

Etwas besser. Es gab mehr Linien und Spuren, du musstest nur die guten erwischen. Ich habe das scheinbar geschafft, das war alles ganz easy. Es war technisch – aber sowas mag ich ja.

(Ray Archer)

Alles spricht über nächstes Jahr, aber du hast einen gültigen Zwei-Jahres-Vertrag… das ist richtig gut, oder?

Absolut, unglaublich! Es ist ziemlich schade, dass alle so Probleme haben, einen Platz zu finden – es gibt nicht genügend Bikes für all die Fahrer. In der Haut von Max Anstie möchte ich jetzt nicht stecken – erst recht nicht mit seinen Verletzungen. Ich hoffe, er erholt sich bald – auch mein anderer Teamkollege. Es ist schwer und ich kann echt froh sein, dass ich für zwei Jahre unterschrieben habe.

Für nächstes Jahr haben wir eine solide Basis: Das gleiche Motorrad, gleiche Fahrwerk, gleiche Crew – und das wird definitiv hilfreich sein.

(Ray Archer)

Du bist aus dem Werksteam hier her gekommen – Ist das anders?

Nein, ich habe alle Freiheiten! Ich bin 2013 schon für das Team gefahren und war damals schon glücklich. Das ist dieses Jahr nicht anders – sie arbeiten hart und machen einen unglaublichen Job. Im Werksteam hast du mehr Leute um dich herum, hier sind es weniger Leute, die die gleiche Arbeit stemmen. Die arbeiten sich den Arsch ab. Wenn du dann ein Ergebnis wie heute mit einem 1-1 holst, ist das eine unglaubliche Belohnung für alle.

(Ray Archer)

Wie ist der Plan für das Nations?

Am Dienstag gibt es eine Pressekonferenz – dort erfahrt ihr es.

Text: Lewis Phillips | Fotos: Ray Archer | Übersetzung: Toni Börner

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