Jorge Prado: Erste Kilometer auf der 450

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Beim diesjährigen MotoCross of Nations werden alle Augen auf den Spanier Jorge Prado gerichtet sein. Erstmals wird der nun zweifache MX2-Weltmeister dann auf einer 450er-Maschine sitzen und mit dem Motorrad ein Rennen bestreiten, welches nächstes Jahr in der MXGP sein ständiger Begleiter wird. Am letzten Wochenende saß Prado erstmals auf einer 450er Maschine. MX ViceItalien-Korrespondent Lorenzo Resta sprach mit dem Weltmeister über seine ersten Eindrücke auf dem großen Motorrad.

MX Vice: Letzte Woche bist du erstmals die 450 gefahren. Wie war dein erster Eindruck?

Jorge Prado: Es war mein erster Tag überhaupt auf einer 450er. Ein ziemlich schöner Tag. Wir sind richtig viel zum Fahren gekommen. Die Stints haben wir nicht so lang angelegt, es ging nur darum, ein Gefühl für dieses Motorrad zu bekommen und wir haben nur kleine Sachen geändert, um eine gute Basis zu finden. Damit wir jetzt Mal anfangen können, das große Motorrad zu fahren. Ich habe mich ziemlich gut gefühlt. Es wurde mit jedem Mal raus fahren besser.

Ich hatte erwartet, dass dieses Motorrad viel schwieriger zu fahren sein würde, aber am Ende haben die Jungs bei KTM einen sehr guten Job gemacht. Der Motor hat richtig Leistung, aber gleichzeitig kann man die gut im Griff halten. Ich bin sehr happy damit, wie alles läuft. Wir müssen jetzt einfach langsam das Vertrauen auf diesem Motorrad aufbauen – und dann den Speed.

(Ray Archer)

Es ist nicht mehr lange hin. Jetzt stehen noch die Türkei und Shanghai an, dann ist nur noch eine Woche Pause vor dem Nations. Denkst du, dass da überhaupt genug Zeit ist, um dich auf den Sand dort vorzubereiten?

Das hoffe ich. Sicher werde ich bis da hin nicht viel 450 fahren und mich daran gewöhnt haben, aber ich werde versuchen, mein Bestes zu geben. Ich habe einfach trainiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, sodass ich in Assen komfortabel fahren kann. Das ist das Hauptziel – dort ein gutes Gefühl für das Motorrad haben. Dann keine Fehler machen und weiter Vertrauen aufbauen. Ich hoffe auf ein gutes Rennen dort.

Schwer vorstellbar, dass Spanien auf das Podest fährt. Du bist der beste Fahrer im Team, aber das Team an sich ist nicht das Stärkste. Du stehst quasi in der Podest-Verantwortung. Wäre es ohne diesen Druck einfacher?

Natürlich gibt es immer etwas Druck, denn ich selbst will ja Gutes zeigen – für mich, aber auch für Spanien. Wir werden versuchen, uns bestmöglich für den Sonntag zu qualifizieren und dann werden wir am Sonntag sehen. Sicher wird es für uns nicht leicht, aber meine Teamkollegen werden kämpfen und kämpfen – bis zum Schluss. Und auch ich werde das machen. Wir müssen einfach versuchen, in diesem Tiefsand das Beste aus uns rauszuholen.

(Ray Archer)

Du wirst beim Nations gegen Jeffrey Herlings fahren – dieses Mal aber auf dem exakt gleichen Motorrad. Denkst du, du wirst gegen ihn kämpfen können?

Wenn ich mit ihm kämpfen kann, dann hoffentlich, weil ich einen guten Start erwischt habe. Darauf setze ich meine Hoffnungen! Das ist auf einer Strecke wie in Assen das Wichtigste überhaupt. Und bei meinem ersten 450 Rennen, wäre ein guter Start mehr als positiv. Bei Jeffrey sieht man, wie er drückt – und das, obwohl er gerade erst von einer Verletzung zurück ist. Er hat zuletzt das Qualifying-Rennen gewonnen. Man sieht, dass er noch nicht 100-prozentig fit ist, aber erst trotzdem schon wieder richtig gut unterwegs. Ich muss noch lernen und mich entwickeln. Ergebnistechnisch habe ich an Assen keine Erwartungen.

Interview: Lorenzo Resta | Fotos: Ray Archer | Übersetzung: Toni Börner

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