Coldenhoff: Ich hasse den Druck

· 2 Lesedauer

Get the Alpinestars Monster MX range!

Follow @MXVice on Instagram today.

Glenn Coldenhoff war beim MotoCross of Nations 2019 einer der großen Stars. Trotz des ungemeinen Medien-Interesses auf dem TT Circuit Assen, nahm er sich noch die Zeit für ein exklusives Interview mit MX Vice. Darin spricht er über den Druck vor Heimpublikum, was vor dem Grand Prix von Italien passierte und wie er seinen Durchbruch zum Laufsieger geschafft hat.

MX Vice: Schweres Los habt ihr als Niederlande gehabt: Der zweite Platz wäre zwar stark gewesen – aber nicht genug. Der Sieg war das klare Ziel, sonst wären die Fans enttäuscht gewesen. Ihr habt den Job gemacht und auch noch zwei Gold-Plates geerntet. Bester Tag deiner Karriere?

Glenn Coldenhoff: Absolut! Ich denke ich kann vom besten Tag meiner Karriere bisher sprechen. Ich hatte schon ein Mal Bronze und jetzt Gold. Letztes Jahr hatte ich schon eine goldene Startnummer, jetzt zwei – und das auch noch vor Heimpublikum. Das wird immer in Erinnerung bleiben!

(ConwayMX)

Bei den letzten Rennen zur MXGP-WM hast du angezogen. Heute hast du gewonnen. Trotzdem bist du – von außen betrachtet – in Italien und China besser gefahren…

Die Strecke war echt schwer und anstrengend, auch für das Material. Das musst du sicher nach Hause bringen. Es ist für das Material mehr als mordend. Ich habe die Kupplung nicht so viel benutzt, wie ich das normalerweise mache, das war gut. Mein Bike war ausgezeichnet, ein großer Dank dafür an Standing Construct KTM. Vielleicht hätte ich schneller fahren können, aber das wäre definitiv ein Risiko gewesen. Das hätten wir aber nicht gebraucht… 

Wie bist du mit dem Druck klar gekommen? War das heute schlimmer denn je zuvor?

Es war ein unglaublicher Druck. Alle haben von uns den Sieg erwartet. Das haben wir ja auch geschafft, aber der Druck war hart. Ich mag sowas eigentlich nicht. Ich war hier, um meinen Job zu machen und das haben wir alle gemacht.

Wenn das Gitter fällt, ist der Druck weg, oder?

Ja genau, genau so war es.

(ConwayMX)

Andere Frage: Was ist mir dir vor Imola passiert? Neue Teile? Neuer Mensch?

Nein, ich denke einfach, dass dort viele Dinge einfach zusammen gekommen sind.

Was denn?

Ich glaube, dass ich stärker geworden bin. Mein Team ist definitiv besser geworden. Das Motorrad auch ein bisschen. Es waren nur winzig kleine Änderungen, die wir vorgenommen haben. Am Ende ist alles zusammen gelaufen. Als ich dann den Glauben an alles wieder hatte, ist es besser geworden und ich konnte Ergebnisse holen.

Und ohne diese Änderungen wärst du nicht auf das nächste Level gekommen?

Glaube ich, ja, das hat alles miteinander zu tun. Ich bin nach einer schweren Verletzung in die Saison gekommen. Ich bin stärker geworden. Das Team ist definitiv besser geworden. Es war dann einfach das perfekte Gesamt-Paket.

Interview: Lewis Phillips | Fotos: ConwayMX | Übersetzung: Toni Börner 

Wir benutzen Cookies! Mit dem Nutzen dieser Website, erklären Sie sich mit unseren Cookies einverstanden!
Mehr
Fantasy MX Manager
Play & Win Prizes!